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Handwerk 4.0 – erster Hackathon im Landkreis Pfaffenhofen

Eine eigene Webseite, Facebook und der Online-Shop – so sieht zumeist die digitale Präsentation von Handwerksbetrieben und ihren Dienstleistungen aus. Doch der digitale Wandel schreitet immer weiter voran und bringt Chancen auch für traditionsreiche Handwerksgewerke. Produkte und Geräte werden intelligente Alltagsbegleiter. Thermostate, Fensterrelais und Sensoren im Fahrzeug beginnen zu kommunizieren.

 

Wann ist ein Material für die Verarbeitung bereit? Wann muss der Tisch geölt werden? Wann benötigt die Zimmerpflanze Wasser? Das sind Fragen, die das Internet der Dinge (Internet of Things, kurz IoT) beantworten kann. Sensoren messen, überwachen und interagieren mit Hilfe eigener Plattformen. Um hier als Akteur mitzuspielen, müssen eigene Daten erhoben und entsprechende Leistungen angeboten werden.

 

Welche Chancen und Möglichkeiten die Digitalisierung und das IoT dem Handwerk bieten, wird beim ersten Hackathon für das Handwerk im Landkreis Pfaffenhofen erarbeitet. In Kooperation mit dem fortiss – Forschungsinstitut des Freistaates Bayern, dem Brigk – Digitales Gründerzentrum der Region und dem Kompetenzzentrum Digitales Handwerk aus Koblenz lädt das Kommunalunternehmen Strukturentwicklung Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm (KUS) von Freitag, 27. September, 12 Uhr, bis Samstag, 28. September, 16 Uhr, in die Bayernwerk Netz GmbH (Dr.-Bergmeister-Straße 18 in Pfaffenhofen) ein.

 

„Der digitale Wandel erfordert ein Umdenken in vielen Bereichen. Im Internet of Things steckt ein wirtschaftliches Potenzial von rund zehn Billionen Euro. Ein wachsender Markt, zu dem sich auch die Handwerker Zutritt verschaffen sollten,“ weiß KUS-Vorstand Johannes Hofner. Man dürfe sich diesem Fortschritt nicht verschließen, sondern müsse die neuen Entwicklungen für sich nutzen. Dies stelle für ihn keinen Widerspruch zur altbewährten Tradition dar.

 

Gemeinsam mit Digitalisierungsexperte Christoph Krause vom Kompetenzzentrum Digitales Handwerk werden die Teilnehmer ihre Herausforderungen im Arbeitsalltag definieren. Diese können von der Online-Terminvereinbarung, über die Einteilung der Arbeitskräfte bis hin zum After-Sales-Geschäft reichen. Dabei gilt es, sich Gedanken zu machen, in welchen Bereichen das IoT den Service oder die Abläufe sinnvoll ergänzen kann. Welche Eigenschaften weist der Einsatzort auf? Welche Daten müssen gemessen und errechnet werden? Und wie kann die Entwicklung in bereits vorhandene Systeme eingearbeitet werden? Wenn der potenzielle Lösungsansatz steht, geht es mit der Unterstützung regionaler Programmierer an die praktische Umsetzung im Team. Alle Projektideen werden im Anschluss präsentiert.

 

„Handwerk 4.0 steht für modernes Handwerk, das sich dem digitalen Wandel annimmt und dabei auf neue Technologien, neue Kundengruppen und erweiterte Geschäftsmodelle setzt. Künftig meldet die Klimaanlage automatisiert, dass sie repariert werden muss. Wer als erstes von dem

Problem erfährt, kommt zum Zug,“ sagt Christoph Krause. Dieses Beispiel zeige, dass egal, ob Tischler, Maler oder Dachdecker, jedes Gewerk individuell vom IoT profitieren könne. Hier fänden 3D-Drucker ebenso Anwendung wie hochkomplexe Softwarelösungen.

 

Neben technikbegeisterten und interessierten Handwerkern sind auch handwerksnahe Mittelständler eingeladen. Eine Anmeldung unter www.hackathon-paf.de ist erforderlich. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt.

Die Ergebnisse des Hackathons werden auf der BIM World Munich, Deutschlands größtem Event für die Digitalisierung der Bauwirtschaft mit rund 5000 Besuchern und 200 Vorträgen, präsentiert.  

 

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